Kosovo das Land der Emmigranten

Wir sind noch in Novi Pazar und ich finde im Internet eine Abkürzung nach Peja, unserem nächsten Zielort. Die Abkürzung stellt sich allerdings als Verlängerung heraus, bei der wir in einem im Hinterraum eines Computer Shops schlafen und nette Leute kennen lernen.
Doch ersteinmal zum Zwischenstop Mitrovica. Als wir beim Busbahnhof (Serbische Seite der Stadt) aussteigen wird uns erklärt, dass die Stadt zweigeteilt ist und unser Anschlussbus an der Andren Bushaltestelle 3km entfernt in 15 Minuten losfährt. Wir werden also den Bus verpassen und stellen uns auf eine Stunde Wartezeit ein, als traditionelle Hochzeitsmusik uns in eine Seitengasse lockt.
Dann geht alles sehr schnell. Zu Tee eingeladen, die Stadt gezeigt bekommen und eine Schier unendlichen Wissen von Kosovos Kultur, seinen Leuten und seiner Geschichte, eingetrichtert bekommen. Dabei darf man nicht vergessen das es auch peinliche Stillen gab. Aber das lohnte sich trotzdem als wir von Kenso (Spitznahmen für Kenen) und seinen Freunden sehr herzlich aufgenommen wurden. Daraufhin wurden wir eingeladen zum furtgehen und um im Laden zu schlafen. Wir lernten, dass die meisten jungen Kosovo Albana darauf hinlernen das Land zu verlassen und in der Europäischen Union Geld für sich und die Familie zu verdienen und dass das jüngste Kind zurückbleiben und die Eltern pflegen muss. Gesellschaft ist ganz klar auf Familie ausgerichtet. So muss auch Kenen zurückbleiben und seinen alten Vater pflegen. Auch über den den letzten Juguslavischen Krieg wird geredet und man merkt das die Spuren des Krieges in den Menschen und auch an der Stadt noch zu sehen ist. Auf die Serbische Seite der Stadt trauen sich nur lebensmüde Leute und es gibt immer wieder Probleme zwischen den beiden Kriegsfeinden. Aber man merkt, dass das für die Kosovaken kein Dauerzustand bleiben soll. Sie sind alle in einer Aufbruchsstimmung. „In zwei Jahren sind wir in der EU“ sagt Ertan. Er hat seinen Master in Tokjo gemacht und kann 5 Sprachen. Albanisch, Serbisch, Türkisch, Englisch, Französisch.
Als wir am nächsten Tag uns von ihnen verabschieden fühlen wir uns als hätte sich der Urlaub allein deshalb rentiert.

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