Andere Schätze Kosovos

Durch die positive Erfahrung die wir in Mitrovica gemacht haben geht man nun viel freudiger auf die Menschen im Kosovo zu und erntet was man sätt, freudige Gesichter und Lachen. Diese treffen wir auch bei einer Radtour in die Schlucht Rugova in der Nähe von Peja. Bestimmt die landschaftlich schönste Erfahrung in unseren Kosovo Aufenthalt. Auch hier treffen wir viele Deutsche die alle ihre Verwandten im Kosovo besuchen und nicht ganz verstehen warum man ihn den Kosovo fährt um Urlaub zu machen. Den Grund ist selbst dann ersichtlich wenn man nur unsere Mountenbikes ansieht die wir für die Bergtour geliehen haben. Bremsen gehen gerade so, Schaltung nicht und dabei waren es die besten die der Händler hatte, wir haben ungefähr 10 ausprobiert. Es ist eben eine andere Welt.
.
.
.
Und natürlich günstig.

Advertisements

Unterm Strich: Indien und ich

Wie nach jeder Reise in ein anderes Land will ich diese Erfahrung nicht missen. Hier ist es aber stärker.
Ich bin richtig froh diese Reise gemacht zu haben.
Durch das Erlebnis (auch manchmal das negative) bekommt man ein Gespür für das Leben, die Einstellung und die Mentalität der Inder. Dieses Wissen wird mir bleiben. Und da es hier so ein Kulturschock am Anfang war, ist das Wissen umso größer und für mich persönlich sehr wichtig.
Das war bestimmt nicht meine letzte Reise nach Indien aber jetzt lüstet es mich erst einmal nach heimischer Kost.

Bedanken:
Es war schön mit euch gereist zu sein (an Penny, Ramona, Manuel, Verena und Darius). Ganz besonderen Dank gilt der Penny und Ramona die mir mit ihren Mitschriften sehr für den Blog geholfen haben und ohne die dass hier in diesem Maße nicht möglich gewesen wäre.
Danke Mama und Papa das ihr uns abgeholt habt.

Warum soll ich nach Indien reisen?

Sei gewarnt. Das wird jetzt eher in eine Aufzählung von Argumenten rauslaufen.
Indien hat alle Vorteile was ein Entwicklungsland hat, wie
– du bist Maharadscha, dein wenig Geld ist hier viel wert. 800-1000 € Kosten dich 5 Wochen Restaurant und Guest House.
Deshalb ist es sehr rentabel länger hier zu bleiben, da der Flug doch sehr viel kostet. (Bei uns 470 € pro Person. War ein sehr günstiges Angebot. Flugvergleich im Internet)
-Es wirklich eine ganz andere Kultur. Sie zu erleben erweitert deinen Horizont. Klingt nach zwei abgedroschenen Phrasen denen ich am Anfang nicht zu viel Bedeutung geschenkt habe. Aber im Nachhinein bin ich froh meine Lebenszeit und mein Geld in so eine Reise investiert zu haben. Außerdem sind in meinen Kopf, wenn ich an Kultur in Indien denke, tausend Bilder und Eindrücke, die ich so nicht erzählen könnte.
– tausend neue Dinge die gibt es überall zu sehen… vorallem in Indien. 10 mal die größe von Deutschland (nicht mehr 100% sicher) ist das Land. Es reicht vom Himalaja bis ins Meer in Sri Lanka. Selbst ich habe schon (war vorallem nur in Rajasthan, Goa und Mumbai) Wüste und tropische Zustände mit Meer gesehen. Dabei ist Indien um so viel größer.
-Sicherheit geht vor. Indien steht in den Medien als ein grausames Land da. Vergewaltigungen sollen an der Tagesordnung sein.
Mir kam Indien als ein sicheres Land vor. Waffen habe ich nur bei der Polizei gesehen. (Vll im Gegensatz zur USA) Dumm angemacht wurden wir nur von ein paar pupertären Jugendlichen im Bus die gerade zur Schule gefahren sind. Aber die wollten uns veraschen und einen Spaß auf unsere Kosten machen und auch nicht mehr. Fehl am Platz habe ich mich so richtig nur in einer Moschee gefühlt. Mit meinen beiden Mädels hatte ich auch kein Problem, mal abgesehen von Fotoshootings, die irgendwann etwas lästig wurden. Wir waren allerdings nicht so in der Nacht draußen. Also was da los ist weiß ich nicht. Nichtsdestotrotz gab es Momente in denen ich mich nicht wohl fühlte und bei denen ich froh war das ich noch Begleiter habe. Alleine würde ich nicht so gerne fahren.

Also wenn du Zeit hast, etwas neues sehen willst und jemanden hast der mitwill, dann ist Indien eine super Möglichkeit deine Lebenszeit zu investieren.

Tag 36 (Indien ist vorbei)

Heiß und kalt. So kann ich aus meinen Erfahrungen Abu Dahabi beschreiben. Es hat auch in der Nacht über 25 Grad. Gleichzeitig ist es mir mit Pullover zu kalt in den viel zu stark runtergekühlten Räumen zu sitzen. Übertriebener Luxus.
Mit einer riesengroßen Maschine geht es dann back to germany.
5 Uhr erstes Frühstück im Flugzeug.
Zurück in Deutschland gibt es Probleme bei der Einreise. Mein Reisepass mit dem ich länger als einen Monat in Indien war und mit dem ich des öfteren umgestiegen bin, ist gar nicht in Deutschland gemeldet. Ohh man. Dey kann ja was werden. Wurde es aber nicht. Der Polizeibeamte sagt er muss nur kurz einen Bericht schreiben, dass er nicht mehr als gestohlen gemeldet ist und schon hat sich die Sache.

image

Meine Eltern holen uns ab.
Brr man ist es hier kalt und nebelig. Man merkt ganz deutlich hier ist nicht Indien. Keiner hupt es har unter 23 Grad und irgendwie ist nichts überfüllt. Überhaupt trifft man glaube ich als Inder alle seine Kumpels auf der Straße. Dort hängt man rum. Hier sind die Straßen richtig leer.
Um 9:30 wieder Essen. Weiswurschtfrühstück bei Pennys Eltern.
Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Ja Indien ist vorbei.

Tag 35 (goodbye india)

Mit ein wenig Stress für die Penny beginnt der Tag. Sie hat sich nämlich zum Ziel gemacht noch Souvenirs zu kaufen. Ich und Ramona haben genug. Mit dem frühen aufstehen beginnt wieder das Problem, dass die Geschäfte nicht offen haben. Zumindest ihre nicht. Ich ersteigere in der Zwischenzeit 3 Bücher (per Anhalter duch die Galaxis, ich liebe es), 3 Unterhosen, 1 Schloss und eine Kette. Außerdem gehe ich zum Barbier. Ich habe den Mädchen gesagt das jetzt mal alles ab muss. Sie haben das auf meine Haare bezogen und ich habe sie im Glauben gelassen. Als sie gemerkt haben, dass mit alles ab meine Koteletten gemeint waren, waren sie echt enttäuscht. Ramona sogar richtig sauer. das gibt mir richtig zu denken. Ich wusste gar nicht das sie sich sooo darauf gefreut haben. Gott sei Dank hielt dieser Zustand nicht lange und so konnten wir auch für die Penny schöne Souvenirs finden.
Zum Flughafen kamen wir dann 4 Stunden vor unseren Abflug und Pennys Befürchtungen, dass man etwas vorzeigen muss wenn man in den Flughafen hinein gelangen will, bestätigten sich. Kapitän Business hatte aber alles digital parat und so lief die ganze Sache ohne Probleme und ohne Papier.
Das Freigepäck von 22 kg schöpften wir sehr aus. Ich hatte 22 kg, Penny 21 kg, Ramona 19 kg. Anscheinend haben unsere Rucksäcke die indische Küche sehr gern, denn beim Hinflug wogen sie noch alle 10 kg

Die Mädels stellten aus dem gesammelten Flughafenwissen derweil ein ranking auf. Hier unsere gevoteten Favoriten

8. Memmingen
7. London Sansted
6. Barcelona
5. Nürnberg
4. Delhi
3. München
2. Abu dhabi

image

1. Mumbai

image

Tag 34 (Kokusnuss Verkäufer)

Frühstück im Hotel. Schon lange nicht mehr bekommen. Und noch nie in Indien. Aber heute endet das.
Zu unserer einfachen Unterkunft gibt es ein Frühstück dazu.
Meine Erwartungen von Buffet wurden mit einem einfachen (sehr einfach, 3 scheiben Toast, ungetoustet, Butter, Marmelade, ein kleines Omelett und ein Babybananileinchen, dazu chai) Essen abgefertigt. Doch wenigstens beim chai trinken kam ich auf meine Kosten (4 mal nachgeschenkt).
Da es Frühstück nur bis 8:30 gab, mussten wir erstens früh aufstehen und und zweitens danach überlegen was wir überhaupt machen, weil die Geschäfte noch nicht offen hatten. (The early bird catches the worm?)
Wir fanden uns danach in einem Internet caffee zum Zeit überbrücken wieder.
Aber danach kam die große letzte Shoppingtour. Penny Taschen und wir wussten es noch nicht so ganz und vielleicht Decken. Penny hatte eine gute Vorstellung ihrer Tasche. Ein einfaches Touristen Mitbringsel. Aus Leder. Wie sie uns in Rajasthan an jeder Touriecke zu hunderten verkauft wurden. Aber nicht in Mumbai. Sie fand einfach nichts. Und Währenddessen sie verzweifelter wurde, fanden wir immer mehr. Fernrohr, T-shirts, Hosen, Decken (genauer will ich da gar nicht drauf eingehen).
Es wurde Abend und wir hatten so 40 Geschäfte abgeklappert aber es gab hier nichts. Wir kauften noch 15 Kokosnüsse. Die schmecken hier einfach um ein Vielfaches besser. Und man kann damit die Verkäufer abhalten. Denn wenn sie einen versuchen etwas zu verkaufen, verkaufst du ihnen eine Kokosnuss und zwar mit den Worten „my friend, for you special price“. Das kam so gut an, dass mir einer eine Frucht geschenkt hat. Auch bei Touristen kommt das ganz witzig an, weil dir auf einmal ein Weißer etwas penetrant verkaufen will. Die haben jetzt meine Indien sim Karte und zum Austausch bekommen wir eine Postkarte von ihnen.
Somit waren wir uns einig: jeder Tourist benötigt irgendetwas das er verkaufen kann.
Eine negative Seite hat die Sache aber auch. Deine Mitreisenden fremdschämen sich ein bisschen, wenn du Nacht lauthals „coconut, cheap coconut“ schreiend (wie ein Verkäufer eben) durch eine Menschenmenge läufst.
Am Abend gab es noch ein Abschiedsphoto am India Gate. Dort kehrten die letzen britischen Truppen Indien den Rücken. Passt also irgendwie.

image

Zur Erklärung es war übelst heiß und wir haben kurz davor ein kleines Wettrennen gemacht. Deshalb der leichte Schweißausbruch. Die Pose heißt Lachtiger und stammt aus dem LachYoga und geht so:
-Zunge raus
-Hände zu krallen
-Augen weit ausreißen
-Und lachen
Das fühlst sich so bescheuert an das man irgendwann richtig lachen muss.

In meine Wunde kam ein bisschen Dreck hinein und es sah nicht so gut aus. Deshalb hab ich mich für einen Verband entschieden, der sogleich verziert wurde.

image

Die Kokosnuss Idee hat sogar noch einen anderen Vorteil du bringst fast jeden Inder damit zum lachen. Nach einer kurzen Zeit zum Nachdenken.

Wie viel Geld uns derzeit ein essen kostet?
Also 3 Chapati, 2 mal Reis mit Soße, 6 mal Tee, 3 mal suppe, Wasser und 3 mal Eis
Also 3 Gänge für jeden
für 2€ pro Person

Wir hörten auf dem nachhauseweg noch dicodancer.

Am Vortag trafen wir noch einen Barcelonier der uns zum Filmedrehen nach Bollywood eingeladen hat. Da wir ja am Sonntag abreisen ging das leider nicht.

Tag 33 (die Odyssee der Langhaargang)

Ich habe nach dem Beitrag gestern gemerkt, dass nicht die Ramona den Zahlendreher bei der Tagesnummerierung hat, sondern ich. Tag 11 existiert zweimal. Um den Kalender zu berichtigen wird deshalb ein Kombitag (Tag 32/33) eingeführt. Kombitage dauern auch 24 Stunden.

Penny! Penny! Aufstehen wir sollten gleich da sein. Wie viel es ist? So gegen 6. Ohh tschuldigung. Dann haben wir mindestens noch 1 Stunde 30 Minuten. Ok gute Nacht.
ich entschwinde Traumland zurück. Penny folgt mir. Nach einer Stunde gibt’s Frühstück. Kartoffelnchips und Kaugummi. Dabei können wir die sehr interessante Tierwelt des Zuges begutachten. Überwiegend Mäuse und Kakerlaken aber auch manchmal Ratten. Aber keine Angst es sind nicht so viele und sie huschen höchsten um dein Bein. Nicht schlimmes.
Wir nahmen trotzdem alle die Füße hoch.
Die zurückliegende Nacht war durchwachsen. Immer mal wieder sind wir durch „chai, chai, coffee, coffee“ Rufe aufgeweckt worden. Die wollen nämlich ihr Zeug auch den Schlafenden verkaufen. Um sich das besser vorstellen zu können muss man wissen, dass wenn man noch aufbleiben will, sei es um zu lesen oder um zu quatschen, man normalerweise das Licht anlässt. Jetzt kommt der chai coffe Verkäufer in einen fast dunklen Zug. An seiner Seite brennt ein einzelnes Licht. Er frägt diese Leute ob sie chai oder coffee wollen und geht danach weiter. Dabei ruft er in den, nun komplett dunklen, Zug ob jemand ein Heißgetränk will. Nicht leise sonst hört ihn ja keiner. Tja der Service ist in Indien einfach zu jeder Tageszeit gut. Was aber noch viel witziger ist sind Hauptverkaufszeiten. So haben wir 5 chai coffee und einen milk Verkäufer hintereinander erlebt. Im Abstand von 50 cm hasteten sie durch den Wagon und preisen schreiend ihre Ware an. Die nehmen sich doch richtig das Geschäft weg. Mich wundert es, dass zu keinen Prügeleien oder anderen kommt.
Nach der Ankunft in Mumbai werden wir erst einmal von Taxifahrer belagert. (hier sind Rickschas nicht so populär denn sie dürfen nicht in alle Bereiche fahren. Warum? Keine Ahnung.) Wir wollen mit dem Zug fahren. Der ist allerdings mehr als voll. (Ja in diesen Fall geht mehr als voll. Eine Handvoll sitzt am Dach neben der spannungsführenden Leitung.) Außerdem kostet erste Klasse so viel wie ein Taxi und ist auch nicht gerade leer. Die Taxifahrt ist sehr bequem aber das der Taxifahrer nicht gut Englisch kann ist ein chronisches Leiden und sollte uns noch kleinere Probleme bescheren.
Das spartanisch eingerichtete Guest House ist für Mumbais Verhältnisse echt günstig und es gefällt mir wie es ohne weiteren Schnick Schnack auskommt.
Wir wollten noch was kaufen. Also gings los zum Basar. Hier zeigte sich das chronische Sprachproblem sehr deutlich. Sie verstanden uns nicht, konnten die Karte nicht lesen und kannten die Straßen nicht. Deshalb benötigten wir 2 Taxifahrten und eine Stunde  zu Fuß suchen für das finden eines Basars der nur 2 km vom Ausgangspunkt entfernt war. Es begann mit der Aussprache. „Chor Basar“ dorthin wollten wir. Die einen Taxifahrer sagten „tschor“ die anderen „chur“ und einer sagte sogar „chor“. Endlich dort angekommen waren wir heiß. Die Beschreibung im Reiseführer „Den Chor Basar säumen am Ende der dhabu street zahlreiche Ledertaschengeschäfte mit schönen Waren“
Was uns aber nach der Odyssee erwartete waren zwei kleine Geschäfte mit nichts, dass wir wollten. Wenigstens ich kam auf meine Kosten. Denn ich begann die Straßenstände zu kosten. Da wir ja nur noch zwei Tage hier sind, habe ich mir gedacht; dass es Zeit ist meinem Magen und meinem Darm das letzte abzuverlangen und mich auf das lecker riechende Sträßenstände essen zu stürzen. Na wir werden sehen. In diesen Fall gillt dass Motto: No risk no fun.

Der Beitrag heute war ein bisschen längrr aber es ist ja auch ein Kombitag, da erlebt man immer mehr.