Tag 34 (Kokusnuss Verkäufer)

Frühstück im Hotel. Schon lange nicht mehr bekommen. Und noch nie in Indien. Aber heute endet das.
Zu unserer einfachen Unterkunft gibt es ein Frühstück dazu.
Meine Erwartungen von Buffet wurden mit einem einfachen (sehr einfach, 3 scheiben Toast, ungetoustet, Butter, Marmelade, ein kleines Omelett und ein Babybananileinchen, dazu chai) Essen abgefertigt. Doch wenigstens beim chai trinken kam ich auf meine Kosten (4 mal nachgeschenkt).
Da es Frühstück nur bis 8:30 gab, mussten wir erstens früh aufstehen und und zweitens danach überlegen was wir überhaupt machen, weil die Geschäfte noch nicht offen hatten. (The early bird catches the worm?)
Wir fanden uns danach in einem Internet caffee zum Zeit überbrücken wieder.
Aber danach kam die große letzte Shoppingtour. Penny Taschen und wir wussten es noch nicht so ganz und vielleicht Decken. Penny hatte eine gute Vorstellung ihrer Tasche. Ein einfaches Touristen Mitbringsel. Aus Leder. Wie sie uns in Rajasthan an jeder Touriecke zu hunderten verkauft wurden. Aber nicht in Mumbai. Sie fand einfach nichts. Und Währenddessen sie verzweifelter wurde, fanden wir immer mehr. Fernrohr, T-shirts, Hosen, Decken (genauer will ich da gar nicht drauf eingehen).
Es wurde Abend und wir hatten so 40 Geschäfte abgeklappert aber es gab hier nichts. Wir kauften noch 15 Kokosnüsse. Die schmecken hier einfach um ein Vielfaches besser. Und man kann damit die Verkäufer abhalten. Denn wenn sie einen versuchen etwas zu verkaufen, verkaufst du ihnen eine Kokosnuss und zwar mit den Worten „my friend, for you special price“. Das kam so gut an, dass mir einer eine Frucht geschenkt hat. Auch bei Touristen kommt das ganz witzig an, weil dir auf einmal ein Weißer etwas penetrant verkaufen will. Die haben jetzt meine Indien sim Karte und zum Austausch bekommen wir eine Postkarte von ihnen.
Somit waren wir uns einig: jeder Tourist benötigt irgendetwas das er verkaufen kann.
Eine negative Seite hat die Sache aber auch. Deine Mitreisenden fremdschämen sich ein bisschen, wenn du Nacht lauthals „coconut, cheap coconut“ schreiend (wie ein Verkäufer eben) durch eine Menschenmenge läufst.
Am Abend gab es noch ein Abschiedsphoto am India Gate. Dort kehrten die letzen britischen Truppen Indien den Rücken. Passt also irgendwie.

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Zur Erklärung es war übelst heiß und wir haben kurz davor ein kleines Wettrennen gemacht. Deshalb der leichte Schweißausbruch. Die Pose heißt Lachtiger und stammt aus dem LachYoga und geht so:
-Zunge raus
-Hände zu krallen
-Augen weit ausreißen
-Und lachen
Das fühlst sich so bescheuert an das man irgendwann richtig lachen muss.

In meine Wunde kam ein bisschen Dreck hinein und es sah nicht so gut aus. Deshalb hab ich mich für einen Verband entschieden, der sogleich verziert wurde.

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Die Kokosnuss Idee hat sogar noch einen anderen Vorteil du bringst fast jeden Inder damit zum lachen. Nach einer kurzen Zeit zum Nachdenken.

Wie viel Geld uns derzeit ein essen kostet?
Also 3 Chapati, 2 mal Reis mit Soße, 6 mal Tee, 3 mal suppe, Wasser und 3 mal Eis
Also 3 Gänge für jeden
für 2€ pro Person

Wir hörten auf dem nachhauseweg noch dicodancer.

Am Vortag trafen wir noch einen Barcelonier der uns zum Filmedrehen nach Bollywood eingeladen hat. Da wir ja am Sonntag abreisen ging das leider nicht.

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