Tag 27 (Geisterfahrer on Tour)

Der heutige Plan: Radtour nach Colva, zurück, auschecken und ab nach Palolem.
Aber erstmal aufstehen, packen und Räder ausleihen. Und schon geht es mit waaaaahnsinniger Geschwindigkeit los. Naja gut eher gepardenschnell. Was sagst du Ramona? Ja hast recht. Eher Schneckentempo. Wegen Pennys Krankheit könnten wir uns hier ein Kopf an Kopf Rennen mit einem Auto liefern. Im ersten Gang und Standgas. Wobei die Hauptursache natürlich beim Rad liegt. Eingängig und auf meinem ist bestimmt schon Mahatma Gandi gefahren. Tja manchmal hat man, manchmal hat man nicht und manchmal hat man Gandis Fahrrad (auf bayrisch ma hat ma, ma hat ma ned und ma hat ma gandis Fahrrad). Aber Colva erreicht man auch so. Dann aber die Enttäuschung: Strand ist der gleiche nur von Indern überfüllt und auch die Stadt gibt nicht mehr her. Nach einer ausgiebigen Muscheljagd, bei der die Ramona eine Muschel gefunden hat die sich anfühlt und auch aussieht wie ein 10 Rupie Schein, gehts wieder zurück nach Benaulim.
Dort schnappen wir uns unsere Sachen und bitten die etwas ältere Hausdame ein Foto von uns auf den Rädern zu machen. Sie versteht uns nicht ganz und sagt stolz “ with the beautiful guest house?“ Vorsicht! Vorsicht!! man kann mit den nächsten Worten die Dame verletzen.
Wir wählen ein „yes for sure. With the guest house and the bicycles“
Die gute Frau hat wohl zum ersten Mal, ihres Lebens, eine Kamera in der Hand und so sehen wir auf dem Bildschirm der Kamera ihr Auge auftauchen. Meine Nicht-Loslach-Strategie wird zu einem weiten Mund aufreißen. Gott sei Dank löst die gekonnte Fotografin das Problem schon beim schießen des Fotos indem sie Ramonas und mein Gesicht so abschneidet, dass man das gar nicht sieht. Nach drei Versuchen bekommen wir eines schönes mit den Fahrräder und ganzen Menschen. 😀
Nach kurzen Gelddiskussionen mit dem Guest House Besitzer läuft alles wie am Schnürchen. Fahrräder abgeben, Rickscha nehmen, perfekt zur Abfahrt des Busses da sein und Platz bekommen, Guest House vergleichen und viel günstigeres nehmen. Sehr schön den es klappt normalerweise nicht so gut.
Auch danach wird nicht lange gefackelt. Wir gehen zum „perfekten“ Strand (nach lonly Planet und Loose), den wir leider nicht mehr sehen können. Dafür gibt es einen atemberaubenden Sternenhimmel unter Palmen und das Rauschen des Meeres in der Stille. Hier werden Träume wahr.
Wow.
Dazu passend Sternschnuppen. Ich komm mir echt vor wie in einen kitschigen Liebesfilm mit brillanter Kulisse als Penny und ich gleichzeitig eine Sternschnuppe sehen. Aber mein unkitchiger Wunsch nach…. (darf nicht gesagt werden) zerstört das Drehbuch. Darüber muss Ramona sehr lachen. Nach einem längeren am Strand bei Nacht Liegen geht es zurück, aber die Schönheit des Moments werde ich nie vergessen.

Hier ist der  Beitrag fertig wenn du dir die Sternenhimmelsillusion vorstellen kannst und sie nicht zerstören willst höre hier auf.

Was uns aufgefallen ist.
„Call me maybe“ diese Phrase trifft auf Indien zu. Handynummern werden hier klein gehandelt und so ziemlich jeder den du noch einmal treffen könntest gibt dir seine.

Sehr cool war auch noch der Busschafner. Einmal schrill Pfeifen (mit dem Mund): anhalten. Eine Melodie: es will einer einsteigen. Bestimmt hatten sie noch mehr und auch komplexere Kennzeichen wie: Boa schau mal nach links raus, da ist was ziemlich cooles aber vorsichtig von links will ein Kraftfahrzeug überholen das bestimmt nicht für den Transport einer Kuh ausgelegt ist sie aber trotzdem geladen hat.

Der, mit nur einer Mahlzeit an diesem Tag, leicht hungrige Andreas wünscht euch eine gute Nacht

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