Tag 22 (Freizeitpark auf Indisch)

Ein Freizeitpark im Deutschland besteht aus: Langen Schlangen, Adrenalin und Attraktionen.
Die einzige Gemeinsamkeit aus diesen drei sind die Attraktionen. Sie haben welche.
Zu den Unterschieden. Ein Freizeit Park in Indien ist zuerst einmal viel kleiner. Ein Freizeitparkleinchen. Oder Bei uns ein kleinere Dult.
Wir konnten zwischen Spiegellabyrinth, Zoo, aquarium, klettern Heißluftballon (ohh gerade nicht), Achterbahn (wird gerade ausgebaut), Minigolf, Bowling, in einem Ball auf dem Wasser laufen, Trampolin und ein paar mehr auswählen. Wir entschieden uns zuerst für Minigolf. Hier in Ahmedabad ist es nicht so touristisch und das macht einen riesigen Unterschied. Man wird wirklich die ganze Zeit angegafft und richtig viele wollen Photos, aber die Leute wollen dir nichts andrehen und reden ganz nett mit dir. Für mein Gefühl find ich das erst mal besser, als dass dich jeder von der Seite anquatscht und das Gespräch meistens nur Masche zum Kaufen ist.
Einen weiteren Unterschied findet man in den Schlangen. Sie sind nicht vorhanden. Und beim Minigolf ist so wenig los das die Hälfte der Mitarbeiter (ungefähr 5) sich es nicht nehmen ließen uns zuzusehen. Man ist hier nie allein.
Nach einem Unentschieden begeben sich die Stars in einem Ball auf wässrigen Untergrund. Ziemlich witzig aber auch anstrengend. Aber für meine Fans, bzw unsere Fans scheuen wir keine Mühen. Deshalb ist die Fangemeinde auf 35 Personen angeschwollen. Sie stehen alle am Rand und schauen uns zu. Ein bisschen Unwohl über den neuen Ruhm beschließen wir nach dem „in einem Ball auf dem Wasser laufen“ eine Verbeugung für das Publikum zu machen. Als Gag.
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Er kommt nicht an. Steinharte Gesichter. Ohne einen Funken
Lächeln für uns.
Wir widmen uns dem Bowling. Gebowlt wird auf eine ganz normale Bowlingbahn. Anders ist der Bowlingkugelzurückholautomat ist zu einem Bowlingkugelzurückholjungen geworden und aus dem Kegelwiederaufstellautomat ist ein Kegelwiederaufstelljunge geworden. Ich finde es irgendwie falsch hier zu bowlen als wäre ich ein Maharadscha, aber auch irgendwie witzig. Man merkt, dass die einzelne Arbeitskraft sehr billig ist. (Merkt man auch woanders, 5 busfahrer, keine einzige Machine, Waren werden per Rikscha umhergefahren, alles wird in Handarbeit repariert/gebaut, der ganze Müll der in der Stadt zusammenkommt wird igendwo hin geleitet und den sortieren dann ein paar Menschen nach verkaufbaren Gegenständen aus, überall stehen Rikscha mit Fahrer…)

BowlingBeim zurück fahren setze ich mein neues Taliban Tuch auf.

Tourist-Terrorist

Tourist-Terrorist

Das ist nicht zur Zierde. Der Smog in Ahmedabad ist ein richtiges Problem. Es gibt hier Schilder auf dem ein Affe ist der sich die Nase zuhält, darunter ist ein Mensch mit Mundschutz (anscheinend gegen Kohlenstoffmonooxid) zu sehen. Das krasse daran. Es schaut aus als wären die von der Regierung aufgestellt. Wer jetzt auf den logischen Gedanken kommt und Indien als co2 Sünder deklariert, der packe sich an seiner Nase. Deutschland liegt auf Platz 36, Indien auf 130.

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